Die längste Nacht – Isabel Abedi

Die längste Nacht – Isabel Abedi

 

Informationen:

  • Originaltitel: Die längste Nacht
  • Autorin: Isabel Abedi
  • Erscheinung: 2016 bei Arena Verlag in Würzburg
  • Seiten: 400
  • Ausserdem erschienen von Isabel Abedi: Lucian,  Isola, Whisper, Imago 

Inhalt:

Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet- aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stösst in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füsse fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, anderen Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah- in jener längsten Nacht…

Das Cover:

Meiner Meinung nach, ist das Cover sehr schön gestaltet- schlicht aber schön.

Das Buch ohne das Cover wäre leuchtend gelb mit verstreuten schwarzen kleinen Punkten. Ich mag zwar Gelb eigentlich nicht sehr, aber hier hat diese Farbe eine angenehme Wirkung. Gelb steht für Licht und Licht für Wärme. Ich habe keine Ahnung, was der Zusammenhang der Farbe des Covers mit dem Inhalt des Buches ist- vielleicht passt die Wärme zum Ort Viagello in Italien oder es ist ein Symbol dafür, dass Vita während ihrer Reise Licht ion ihre Vergangenheit bringt und ihre Erinnerungen wieder aufleuchten.

Das Cover selber ist schwarz und die Schrift darauf weiss. In der Mitte ist ein Loch in der Hülle in Form von einem Gesicht eines Mädchen. Dieser Ausschnitt bringt die gelbe Farbe dahinter hervor. Die Haare des Mädchen bestehen aus einfachen Formen, die wie Feuer aussehen. Rundherum verteilen sich gelbe kleine Punkte auf dem schwarzen Hintergrund.

Meine Meinung:

Vita hat ein eigenartiges Familienverhältnis zu Hause. Irgendwie verhalten sich ihre Eltern komisch distanziert. Wahrscheinlich will sie nicht nur Europa entdecken, sondern auch ihrem Alltag entfliehen auf ihrer Reise. Und genau da stösst sie auf die Wurzeln ihrer Vergangenheit. Ich finde berührend, dass Vita  den ersten Hinweis ihrer unbewussten Suche in einem Manuskript findet. Ich kann nicht verraten, wer der Autor des Manuskripts ist -das erfährt man als Leser erst ganz am Schluss und das wäre das schlimmste Spoilervergehen aller Zeiten- aber die Idee der Veröffentlichung des Geschehenen- nicht einmal das darf/ kann ich erzählen- ist genial. ☺

Schon alleine, dass sie Vita heisst – Lateinisch für Leben- ist bemerkenswert und ich nehme mal stark an, dass die Autorin das so gewollt hat.

Zudem liebe ich es, wenn in Büchern auch Musikstücke eine Bedeutung haben. Egal, ob sie für traurige oder glückliche Erinnerungen verwendet werden. In diesem Buch kommt “Stairway to Heaven” von Led Zeppelin vor Dieses Musikstück ist ein Klassiker und rundet das Buch umso besser ab.

Das Ende ist spektakulär und es war für mich mental anstrengend, alles zu ergreifen und zu verkraften. Es war wie ein Marathon, den man im Kopf  rennt. (Nicht das ich einen Marathon je physisch rennen könnte😔) Nur soviel kann oder darf ich, ohne euch das Buch zu versauen, sagen: Am Ende wird alles aufgelöst.

Ehrlich gesagt war ich, nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, ein totaler Italien-Fan und wollte umbedingt einmal nach Italien in die Ferien. Am Liebsten nach Viagello.

Das Buch ist ehrlich berührend und umwerfend. Ich würde das Buch jedem empfehlen, sogar Erwachsenen. Es ist genial und bleibt es auch immer. Wem es nicht gefällt, der liest es falsch. (Mein erfundenes Zitat.)

Ich gebe dem Buch  5(.1) von 5 Sternen! 😍

Lieblingszitat:

Die Furchtsamkeit ist ein Gradmesser der Intelligenz. (Seite 62)

5 Replies to “Die längste Nacht – Isabel Abedi”

    1. Lieber Herr Landsmann Stauffacher

      ich freue mich sehr, dass Sie unseren Blog so ernst nehmen und uns zu jedem Beitrag so tolle Kritik abliefern. Dennoch bin ich der Meinung, dass man ab und zu sich auch von der Mathematik lösen soll und 101% genehmigen oder eben einem Buch 5.1 Sterne geben darf.

      Liebe herzliche Grüsse

      Alicia

      1. Wenn man es ganz mathematisch nehmen würde, wären es ja 102%. Das beweist wieder, dass gewisse einfach nicht aufgepasst haben im Matheunterricht.

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